Depressionen

 

Depression ist eine Erkrankung, die die Gefühlsseite des Seelenlebens betrifft und sich individuell in sehr unterschiedlicher Weise äußern kann.

Merkmale einer Depression können sein: 
  • Antriebslosigkeit
  • Innere Unruhe und Schlafstörungen
  • Fehlende Lebensfreude
  • Innere Leere und Traurigkeit
  • Vermindertes Selbstwertgefühl
  • Schwindendes Interesse
  • Konzentrationsschwäche
  • Unentschlossenheit
  • Schuldgefühle, Selbstanklagen
  • Gestörte Farbwahrnehmung (alles ist grau)
  • Gedanken an Selbstmord
  • Körperliche Beschwerden und Missbefinden

Depressionen treten sehr häufig bei Konsumenten auf. Nach einem langandauernden Suchtmittelmissbrauch ist der Körper nicht mehr in der Lage körpereigene Botenstoffe zu produzieren. 

Wissenschaftlich ist es erwiesen, dass depressive Menschen zu wenig Endorphine haben. Deshalb wird dann zu körperfremden Endorphinen gegriffen, zu Heroin & CO.. 

Der Kreislauf beginnt, man nimmt Medikamente, schluckt Alkohol, wirft sich Drogen ein, um besser drauf zu sein und wenn die Wirkung aufhört, fällt man noch tiefer in das schwarze Loch. Dann verschafft man sich den nächsten Kick.

Depressionen sind ein sehr großes Problem während eines Entzuges. Der gesamte Hirnstoffwechsel wartet noch auf  "Zufuhr" von außen, ist darauf eingestellt, seine glücklich machenden Substanzen zu bekommen. Da ihm dies versagt bleibt, verfallen viele zunächst in eine depressive Stimmung. Zudem  halten viele Abhängige ihre negativen Gefühle nur noch mit Stoff aus. Das Erleben wird extrem, die schlechte Stimmung kann nicht mehr verhüllt werden, und der Körper ist noch nicht so weit regeneriert, eigene "Glückshormone"  herzustellen.

Zur Behandlung von Depressionen werden Antidepressiva eingesetzt. Sie wirken antriebsteigernd, angstlösend, stimmungsaufhellend  und besitzen kein Suchtpotential. Im Gegensatz zu Tranquilizern wirken sie erst nach 7 Tagen bis 2 Wochen. Ein Abhängiger ist es aber gewohnt, dass die Wirkung eines Stoffes innerhalb kürzester Zeit auftritt. So fehlt dann leider die Geduld, auf die Erfolg eines Antidepressiva zu warten, welches richtig eingesetzt und dosiert bei einem Entzug äußerst sinnvoll ist.

Bei Selbstmordgedanken kann man sich an den Sozialpsychiatrischen Dienst seines Gesundheitsamtes wenden. Diese machen gegebenenfalls auch Hausbesuche und können Kontakte zu Kliniken oder ambulanten  Beratungsstellen herstellen.