Drogenhandel


Die Vereinten Nationen schätzen den Umsatz des illegalen Drogenhandels auf jährlich 300 bis 500 Milliarden US-Dollar, d.h. zwischen 4,6 und 7,6 Prozent des Welthandels. Neben Erdöl und Waffenhandel ist er somit das größte Handelsprodukt der Weltwirtschaft.

 

 

Beispiel Südamerika, Brasilien:
Der Handel  profitiert von Komplizenschaften höchster staatlicher Stellen. Drogenhändler besitzen Firmen, Hotels und Transportunternehmen, die ihnen als legale Fassade dienen. Sie erwerben Import-Export-Unternehmen, da deren Lieferkartons nicht kontrolliert und  steuerlich begünstigt werden. 

 

 

Ökonomische Abhängigkeit
Mittlerweile ist die Ökonomie ganzer Länder vom Anbau und Handel mit illegalen Drogen abhängig  So findet beispielsweise fast 90% des weltweiten Mohnanbaus  in Afghanistan statt und ein großer Teil des angebauten Opiums und verarbeiteten Heroins wird über Zentralasien und über den Iran nach Europa gebracht. Der Iran unternimmt verstärkt Anstrengungen, um diesen Transitweg zu verstopfen.
In den zentralasiatischen Republiken wird ebenfalls zunehmend Heroin produziert und geschmuggelt. Gleichzeitig werden aus Europa synthetische Drogen in großem Ausmaß nach Zentralasien geschmuggelt und dort konsumiert.
Die klassische Aufteilung - hier Erzeugerländer - dort Konsumländer - funktioniert schon längst nicht mehr, das Drogenproblem ist längst ein globales geworden.