Esssucht

 

Die Essanfälle  treten an mindestens zwei Tagen pro Woche auf
Es besteht ein deutliches Leiden deswegen
Auf die Essanfälle folgen keine einer Gewichtszunahme direkt gegensteuernde Maßnahmen wie Erbrechen oder Abführmittelmissbrauch
Wesentlich schneller essen als normal
Essen bis zu einem unangenehmen Völlegefühl
Alleine essen aus Verlegenheit über die Menge, die man isst
Ekelgefühle gegenüber sich selbst, Deprimiertheit oder große Schuldgefühle nach einem Fressanfall

Von einem Essanfall, einer Essattacke spricht man,

  • wenn in einem abgrenzbaren Zeitraum eine Nahrungsmenge gegessen wird, die wesentlich größer ist, als die meisten Menschen in diesem Zeitraum essen würden,
  • wenn es zu einem Kontrollverlust über das Essen kommt, z. B. zu dem Gefühl,  dass man einfach nicht mehr aufhören kann zu essen und auch nicht mehr steuern kann, was und wie viel davon man zu sich nimmt.

Viele esssüchtige  Menschen berichten, dass sie mehr oder zuviel essen, wenn sie seelische Probleme haben, z. B. wenn sie Kummer haben oder einsam sind. Es gibt Studien, aus denen hervorgeht, dass Menschen mit emotionalen Schwierigkeiten manchmal unfähig sind, Hunger von anderen Zuständen des Unbehagens zu unterscheiden oder Hunger und Sattsein nicht erkennen, nicht fühlen können.

Häufig leiden die Betroffenen an Übergewicht oder Adipositas (Fettsucht), so dass eine Behandlung auch aus medizinischen Gründen notwendig ist.

Weitere Folgeerkrankungen können sein: Gicht, Arterienverkalkung, Herz- und Kreislaufstörungen, Diabetes, Bluthochdruck.