Haschisch  -  legalize it ?

nachstehendes Posting aus unserem Forum nähert sich diesem Dauerthema in sachlicher Weise und empfiehlt die Cannabis-Legalisierung ### wir veröffentlichen das Posting in der Erwartung, dass der Leser zwischen Cannabis-Entkriminalisierung und Cannabis-Werbung zu unterscheiden weiß, unbeschadet des Anliegen dieser WebSite, Argumentationshilfe gegen jeglichen Rauschmittelkonsum zu sein.

Eine Änderung des Btmg ist unumgänglich!  18.Nov.2001 12:24
von Lorenzo

Zweifellos liegt in der heutigen (deutschen) Gesellschaft immer noch vielerorts eine völlige Falscheinschätzung von Cannabis vor.

Cannabis ist sicherlich nicht völlig harmlos, aber eine derartige Überbewertung, wie es in Deutschland der Fall ist, ist einfach nicht mehr zu akzeptieren und kann sich auch nicht mehr auf irgendwelche Fakten stützen.

Ein simpler Vergleich von Cannabis mit Alkohol und Nikotin z.B. zeigt schon, dass Cannabis zumindest harmloser als diese beiden DROGEN ist.
Nikotin führt eindeutig zu einer sehr starken Abhängigkeit; sowohl physisch als auch psychisch. Die Raucher unter ihnen wissen sicherlich wie schwer es ist vom Rauchen loszukommen.
Ähnliches ist beim Alkohol der Fall: Ebenfalls eine starke Abhängigkeit in physischer als auch psychischer Hinsicht, wobei man aber sagen muss, dass die physische Abhängigkeit (glücklicherweise) erst relativ spät einsetzt.
Cannabis hingegen ist kaum ein Suchtpotential nachzuweisen. Eine physische Abhängigkeit ist absolut ausgeschlossen und eine psychische Abhängigkeit ist kaum zu deuten. Wohl kaum einem Konsumenten fällt es schwer einige Wochen oder Monate völlig unvorbereitet auf den Genuss von Cannabis zu verzichten. Wir alle wissen wohl wie das beim Zigarettenrauchen aussieht, von Alkoholikern ganz zu schweigen.


Das Verbot von Cannabis dürfte auch keinstenfalls im Interesse des normalen Bürgers liegen.
Immense Kosten sind erforderlich um dieses Verbot Jahr für Jahr weiterhin aufrecht zu erhalten. Mit einem Erfolg, der gegen 0 tendieren dürfte:
Das Verbot soll die Bevölkerung vor Cannabis "schützen". Die Realität sieht jedoch anders aus:
Wir haben in Deutschland mehr Cannabiskonsumenten als beispielsweise in den Niederlanden, wo kein Verbot besteht.
Ganz im Gegenteil: Das Verbot lässt den Drogenhandel in der BRD förmlich explodieren. Der Staat braucht Unmengen an Geld um gegen ihn zu agieren. Des weiteren wird den Konsumenten so auch der Zugang zu harten Drogen leichter ermöglicht, da jeder Dealer wohl mehr Interesse daran hat harte Drogen zu verkaufen als Cannabis, da sich mit Cannabis nur ein relativ geringer Gewinn verbuchen lässt.
Das ist auch der einzige noch zu rechtfertigende Grund warum man Cannabis evtl. als Einstiegsdroge deuten könnte. Keinesfalls aber führt der Konsum der Substanz Cannabis zum Konsum der Substanz Kokain, Heroin, Crack, etc.
Deshalb ist die Märktetrennung unbedingt erforderlich.
Ein Satz, der auch mir immer wieder zu Ohren kommt ist:
"Jeder Heroinabhängige hat mit Cannabis angefangen!" Dieser Satz ist so bedeutungslos wie sinnlos. Natürlich hat fast jeder Heroinabhängige mit Cannabis angefangen. Hat denn jeder Heroinabhängige nicht auch mit Alkohol oder Zigaretten angefangen?
Dieser Satz stützt sogar noch die oben angesprochene Erforderlichkeit der Märktetrennung.

In den Niederlanden, funktioniert die Aufhebung des Verbots bereits über Jahrzehnte hinweg: Die Zahl der Cannabiskonsumenten sowie der Konsumenten harter Drogen hat nicht zugenommen ist sogar inzwischen rückläufig.

Ich könnte selbstverständlich noch auf Unmengen wissenschaftlicher Studien zurückgreifen. Das spare ich mir jetzt jedoch. Ich habe vielmehr versucht verständnisvoll mit Beispielen ihre Vorurteile zu entwurzeln.
Aber zur allgemeinen Information möchte ich noch hinzufügen, dass das Cannabisverbot selbst von medizinischer Seite her nicht mehr zu stützen ist, wie auch "Dr. med. Carl Nedelmann" in Zahlreichen Untersuchungen feststellte und seine Forschungen schließlich im "Deutschen Ärzteblatt" (Heft 43 vom 27.10.00) abdrucken ließ.
Zitat:
"Das Verbot von Cannabis ist ein kollektiver Irrweg"