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Heroin
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Heroin ist ein
durch chemische Prozesse aus dem Rohopium des Schlafmohns gewonnenes
Pulver mit betäubender und zugleich euphorisierender Wirkung.
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Heroin gehört zu
der Substanzgruppe der Opiate und Opioide. Ausgangsstoff für die
Heroinherstellung ist das Rohopium, das durch Anritzen der unreifen
Fruchtkapseln des Schlafmohns gewonnen wird und etwa 10-18% Morphin enthält.
Durch verschiedene chemische Prozesse wird Morphinhydrochlorid gewonnen,
das so genannte Heroin Nr. 1, das einen Wirkstoffgehalt von 60-80%
besitzt. Durch weitere Verfahren werden Heroin Nr. 2, die als
graues bis weißes Pulver erscheinende Heroinbase, und Heroin Nr. 3,
eine bereits wasserlösliche grau-braune Substanz (brown sugar),
gewonnen. Heroin Nr. 4 schließlich ist ein bräunliches oder weißes
kristallines Pulver, dessen Wirkstoffkonzentration bei über 90% liegen
kann.
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| Als Straßenheroin
wird die Substanz in kleinen Päckchen pulverförmig angeboten. Das auf dem Markt erhältliche
Heroin wird in verschiedenen Qualitäten angeboten und enthält noch
weitere, zum Teil hinzugemischte Wirkstoffe, wie z.B. Codein. Der
Wirkstoffgehalt schwankt zwischen 10 und 95% und liegt bei mittleren
Qualitäten um 50%. Für einen Schuss Heroin werden meist 10 mg, zum
Rauchen etwa 25 mg Heroin benötigt.
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Die Wirkstoffkonzentration schwankt in der Regel zwischen 5 und 30% . Die
gebräuchlichste Konsumform ist das intravenöse Injizieren (Spritzen),
es wird aber auch auf Folie geraucht oder geschnupft. Hierbei bleibt
jedoch der für die intravenöse Verabreichung typische Flash - das
augenblicklich spürbare Hochgefühl - aus, und aufgrund der geringeren
Wirksamkeit sind größere Mengen Heroin erforderlich.
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Für eine Injektion
wird das Heroinpulver in Wasser (häufig unter Zusetzung von Zitronensäure)
durch Erhitzen gelöst und anschließend durch Watte oder
Zigarettenfilter aufgezogen. Zum Rauchen wird das Heroin meist auf
Aluminiumfolie gegeben und von unten langsam erhitzt. Die
hierdurch entstehenden Heroindämpfe werden mit einem Rohr eingesaugt.
Beim Schnupfen wird Heroin, ähnlich dem Kokain, durch ein Röhrchen in
die Nase eingezogen.
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Heroin wirkt
beruhigend, entspannend und schmerzlösend, gleichzeitig
bewusstseinsmindernd und stark euphorisierend. Es dämpft die geistige
Aktivität und beseitigt negative Empfindungen wie Angst, Unlust und
Leere. Probleme, Konflikte und Belastungen des Alltags werden nicht mehr
als solche wahrgenommen, unangenehme Wahrnehmungen und Reize werden
ausgeblendet. Der Konsument fühlt sich glücklich und zufrieden. Die
Wirkungen treten bereits kurz nach der Verabreichung ein.
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Heroin gilt als das
wirksamste, sowohl körperliche wie auch psychische Abhängigkeit
erzeugende Suchtmittel, das derzeit bekannt ist. Je nach individuellen
Einflussfaktoren kann sich bereits nach kurzzeitigem regelmäßigen
Heroinkonsum eine Abhängigkeit mit allen Folgeerscheinungen
herausbilden.
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| Durch anhaltenden
Heroinkonsum kommt es zu zahlreichen schweren Folgestörungen vor allem
körperlicher und sozialer Art. Ein großer Teil der körperlichen
Folgeschäden steht dabei in engem Zusammenhang mit der speziellen
Verabreichungsform des Spritzens und der allgemein
gesundheitsbelastenden Lebensweise Heroinabhängiger. Meist ist eine
starke soziale Verelendung zu beobachten, verbunden mit einem ausgeprägten
körperlichen Verfall.
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Neben
schwerwiegenden körperlichen Folgen sind mit dem chronischen
Heroinkonsum vor allem Veränderungen der Persönlichkeit und der
sozialen Situation verbunden. Aus dem hohen Bedarf an Heroin und den
damit verbundenen Kosten resultieren häufig Beschaffungskriminalität
und Prostitution, was im Zusammenhang mit dem starken Drogenkonsum meist
bereits innerhalb kurzer Zeit zu Verwahrlosung und sozialer Isolation führt.
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