Kaufsucht

 

Kaufsucht ist das in Anfällen auftretende, süchtige Kaufen von Konsumgütern und Dienstleistungen. 

 

 

Ein unwiderstehlicher Drang, kaufen zu müssen ("Es ist stärker als ich" oder "Die Dinge ziehen mich magisch an"). Es entwickelt sich eine Abhängigkeit vom Kaufen bis hin zum Verlust der Selbstkontrolle. Die Interessen des Süchtigen verengen sich auf das Kaufen, das als einziges Befriedigungsmittel übrig bleibt. Um den gleichen Effekt  zu erreichen, müssen immer häufiger, immer teurere Dinge gekauft werden. Ist dies nicht möglich, kommt es zu Entzugserscheinungen:  inneren Unruhe und Unwohlsein bis hin zu psychosomatischen Erkrankungen und Selbstmordgedanken. 

 

 

Die Kaufsucht ist eine eher unauffällige Sucht. Sie bleibt lange unerkannt, sowohl vom Süchtigen selbst als auch von der Umwelt. Kaufen ist gesellschaftlich gebilligt, sogar erwünscht. Man hat zunächst kein schlechtes Gewissen, "sich etwas zu gönnen".  Geldprobleme können kurzfristig mit Konto überziehen, Kredit aufnehmen, Auflösen von Sparbüchern versteckt werden.