Methadon und Polamidon

Seit 1987 wird in der Bundesrepublik zunehmend die Substitutionsbehandlung von Opiatabhängigen mit Methadon durchgeführt.

Methadon kann zwar die akuten Heroin-Probleme lösen , aber nicht von der Sucht befreien.

Methadon sowie Polamidon sind Opiate. Die Wirkung ist ähnlich wie die von Heroin, allerdings wirken sie weniger euphorisch , erzeugen keinen Kick. Damit fehlt das besondere orgiastische Gefühl, von dem Abhängige so schwärmen, so dass zusätzlich Beikonsum betrieben wird. Sie verschaffen sich weiterhin illegale Drogen und Medikamente. 

Methadon und Polamidon haben eine erheblich längere Wirkdauer als Heroin. Sie hält bis zu 24 Stunden und an Methadon und Polamidon müssen deshalb nur einmal am Tag eingenommen werden.

Bei einer Substitutionsbehandlung werden Drogenabhängige vom Heroin auf Methadon/Polamidon umgestellt, das sie kostenfrei erhalten. Dies geschieht unter der Vorstellung der Entkriminalisierung, der Verbesserung des Gesundheitszustandes, der sozialen Integration  und der Reduktion des Konsums auf eine einzige Substanz.

Fraglich bleibt, ob diese Ziele, besonders das der Entkriminieslasierung so erreicht werden können.

Nach einer Beobachtung fiel der Schwarzmarktpreis für den Milliliter Methadon in der Szene seit drei Jahren: Mussten 1997 durchschnittlich 15 Mark bezahlt werden, sind es heute "weit weniger als zehn Mark". Dies  lasse darauf schließen, dass sich in der Szene das Angebot an verfügbarem Methadon kontinuierlich erhöht habe.