Paranoia

 

(griechisch: Torheit,  Wahnsinn), Geistesstörung, die nach Drogenmissbrauch auftreten kann.

 

Die Betroffenen entwickeln schleichend, und daher zu Beginn für Außenstehende oft unmerklich, ein immer komplexeres Wahngebilde. Es können verschiedenste inhaltliche Wahnausrichtungen entstehen wie Beziehungswahn, Eifersuchtswahn oder Verfolgungswahn. Tatsächliche Ereignisse und Beobachtungen werden im Sinne dieses Wahns interpretiert. Die jeweiligen Wahnvorstellungen verändern auch das Verhalten des Betroffenen. Der Wahn ist durch argumentative Gegeneinwände nicht zu entkräften. Mit zunehmender Schwere der Paranoia werden die Wahnvorstellungen und die davon beeinflussten Verhaltensweisen jedoch immer skurriler und damit auch als krankhaft erkennbar.

 

An Paranoia Erkrankte halten sich selbst meist nicht für krank und die Behandlung erfolgt deshalb überwiegend auf Veranlassung von Angehörigen. Verordnet werden sowohl geeignete Psychopharmaka als auch eine Psychotherapie. Die Heilungschancen sind umso größer, je früher die Krankheit erkannt und behandelt wird.