Sucht    Begriffsdefinition

Wenngleich von der Weltgesundheitsorganisation (WHO)  empfohlen wurde, den Begriff  "Sucht" weitestgehend durch  "Abhängigkeit" zu ersetzen, ist  nach wie vor ein gleichrangiger synonymer Gebrauch beider Bezeichnungen üblich.

Laut WHO  wird jede Substanz als Droge definiert, die eine oder mehrere Körperfunktionen verändert.

Als Suchtmittel kommen zahlreiche Substanzen infrage, die, nachdem sie eingenommen, inhaliert, geschnupft oder gespritzt wurden, in den Hirnstoffwechsel eingreifen und dabei eine angenehme oder sensationelle Wirkung hervorrufen; Substanzen also, die z.B. beruhigen, entspannen, das Einschlafen erleichtern, anregen, Schmerzen dämpfen oder Rauscherlebnisse und Halluzinationen provozieren. 

Medikamente sind synthetische oder natürliche Stoffe, mit denen die Beschaffenheit, der Zustand oder die Funktion des menschlichen Körpers bzw. seelischer Zustände im heilenden Sinne beeinflusst werden können.

Sucht ist eine chronische Krankheit, dass heißt, der/die Betreffende bleibt abhängig, kann aber durch abstinente Lebensweise "alt" werden.

Suchtgedächtnis: Die Erfahrung des Konsums des Suchtmittels ist  mit Glückserleben gekoppelt. Diese Kopplung hält Jahrzehnte an und kann durch den entsprechenden Reiz ausgelöst werden. Ein Abhängiger wird sich stets an die positiven Erlebnisse erinnern, die ein Suchtmittel in ihm ausgelöst hat. Diese latente psychische Abhängigkeit droht vor allem auch dann wieder erweckt zu werden, wenn ein Betroffener in Situationen gerät, die früher mit einem regelmäßigen Konsum des jeweiligen Suchtmittels verbunden waren.

Kreuztoleranz: Wer bereits von einem Suchtmittel abhängig ist, wird auch von anderen Drogen schneller abhängig.

 

  

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