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Ein
Alkoholabhängiger, der zwar mit dem Trinken aufhört, dafür aber
Medikamente oder andere Drogen konsumiert, hat seine Abhängigkeitserkrankung
nicht zum Stillstand gebracht. Er betreibt lediglich Suchtverlagerung.
Einige Beispiele, wie eine Suchtverlagerung
aussehen kann, bezüglich nichtstoffgebundener
Süchte:
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Sehr oft haben Frauen neben
einer stoffgebundenen
Sucht Essstörungen. Machen
die Betroffenen einen Entzug betreffend ihrer Alkohol-,
Medikamenten- oder Drogenabhängigkeit, bleiben sie trotzdem noch
essgestört. Oft ist zu beobachten, dass sie dann
bulimisch oder regelrecht fresssüchtig werden. Unruhe und Leere werden
heruntergeschluckt. Essstörungen sind auch der Ausdruck
gestörter Beziehungen zu anderen. |
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Abhängige
werden zu Couch-Potatos, TV-Junkies, Zappen ist die einzigste
körperliche Betätigung. Die Sehnsucht nach der heilen Welt, wie
sie im Fernsehen vorgegaukelt wird. |
| Frauen kaufen
im Dutzend Kleidung oder unnutzes Zeugs. Kaufen dient als
Tranquilizer. Doch die Ruhe täuscht, dahinter lauert als
Hauptproblem die Überschuldung: offene Rechnungen, Kreditkartenüberzug,
Kleinkredite belasten die Betroffenen. |
| Männer
machen Karriere und verlassen ihren Arbeitsplatz nur noch zum
Schlafen. Selbstwertgefühl wird über Leistung definiert. |
| "Rien ne
va plus". Die Spielhalle wird zum zweiten Zuhause. Spielen
als Flucht vor der Realität. Auch hier droht eine hohe
Verschuldung. |
| Kommunikation
mit der Außenwelt via Internet. Man kann sich selbst und seine
Welt gestalten, selbst Cyber-Sex ist möglich. |
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