Werbung und Verkauf von Medikamenten
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Es ist anscheinend sehr leicht, die dynamischen Personen in der Werbung machen es doch vor: Es wird etwas "kleines Weißes" geschluckt und der Schmerz ist weg. Wunder geschehen aber nur noch in der Werbung, denn es verringert sich lediglich für eine kurze Zeit die Schmerzempfindlichkeit. Was passiert, wenn die Ursache ernster ist oder Schmerzen wiederkehren? Viele machen es sich einfach und schlucken noch etwas ...
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| Werbung
für verschreibungspflichtige Arzneien ist in Deutschland nur in
Fachzeitschriften erlaubt.
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| Zu
Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie
Ihren Arzt oder Apotheker. Jeder kennt diesen Satz aus der Werbung.
Anders ist es im Internet. Dort scheint es keinen Schutz für Patienten
zu geben. Wundermittel werden zu horrenden Preisen verkauft, meist gibt
es keine Packungsbeilage dazu und die Risiken werden ganz verschwiegen.
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| Mittel
gegen das Altern, Übergewicht, Haarausfall oder für ein stärkeres Gedächtnis,
sexuelle Potenz, Intelligenz und Power sind die Bestseller. Hier gibt es
Wünsche, die auf seriöse Weise nicht mit einem Medikament befriedigt
werden können. Und trotzdem wird eine einfache Lösung verlangt. Frei
nach dem Motto: Einfach eine Pille schlucken und die überflüssigen
Pfunde sind weg.
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| Harmlose
Präparate, deren Wirkung nicht nachgewiesen ist, werden teuer
verkauft. Wer Spargelextrakt gegen Metastasenbildung oder Seegurken
gegen Knocherkrankungen kauft, verschwendet Geld und versäumt eine
Behandlung durch den Arzt. Das Internet verstärkt die allgemeine
Tendenz zur Selbstbehandlung. Diese Selbstmedikation kann zu gefährlichen
Fehleinschätzungen führen. Die Patienten glauben (oft zu Unrecht),
welche Medizin die beste für sie sei.
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| Der
Verkauf von Arzneimitteln über das Internet ist in
Deutschland verboten. Das Verbot kann aber umgangen werden.
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