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Jeder Zeuge Jehovas ist zur
Mission verpflichtet und wird als "Verkünder" bezeichnet. Die
Verkündigung dieser Wahrheiten ist die wichtigste Glaubenspflicht.
Diese wird entweder durch den Predigtdienst von Haus zu Haus erfüllt
oder durch das Stehen auf belebten Straßen mit dem "Wachturm"
in der Hand. Obligat ist auch die Teilnahme an den jährlichen
Kongressen.
Die Beschäftigung mit
weltlichen Dingen wird von den Zeugen nicht gern gesehen. Politik,
Sport, Hobbys oder moderne Musik sind verpönt. Sowohl religiöse Feste
(beispielsweise Weihnachten, Ostern) als auch persönliche (z.B.
Geburtstag) oder staatliche Feiern werden abgelehnt. Sie mussten bis vor
kurzem nicht nur den Wehrdienst, sondern auch den Ersatzdienst
verweigern und durften nicht aktiv an politischen Wahlen teilnehmen.
Beide Vorschriften wurden kürzlich aufgehoben und die Entscheidung dem
Gewissen der Einzelnen überlassen.
Als gefährlich zu bewerten ist
der Verbot von Bluttransfusionen, hier wird entgegen medizinischer Möglichkeiten
der Tod eines Mitglieds in Kauf genommen.
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