Zuhälterei  und  Drogen

Insbesondere jugendliche Drogenabhängige werden zu Opfern der Zuhälterei, um sich das Geld für  den Stoff verdienen zu können. Die Zuhälterei ist größtenteils "organisiertes Verbrechen". Zuhälterbanden sind gezielt auf der Suche nach Abhängigen, um sie für sich arbeiten lassen.

Je mehr sich die soziale Isolation und der Beschaffungsdruck für den Abhängigen verschärft, desto leichter ist für die Zuhälter die Rekrutierung und die groben Umgangsweisen. 

Drogenmarkt und Zuhälterei sind häufig von ein und den selben Banden organisiert. Die "Märkte" sind verteilt und naive Vorstellungen von Drogenabhängigen, sich "freischaffend" als Dealer oder durch Prostitution halten zu können, enden häufig in zusätzlicher Abhängigkeit von Drogen- und Zuhälterkartellen.

Zu Erstkontakten kommt es in Discotheken, an Orten des Drogenhandels, auf Zeitungsinserate hin, in denen der Drogenabhängige sexuelle Dienste verspricht, aber statt des Freiers die Mafia vorstellig wird.

Als Erstkontakt kommt jeder Drogendealer in Betracht, der im Vertriebsnetz engagiert ist und dessen  Stoff seinen Ursprung nicht im Blumenkasten auf seinem Balkon hat. Der "nette Dealer von nebenan" dient in seiner Vertriebskette als Informant, als Rädchen organisierter Kriminalität.

 

Drogenkriminalität      ABC Stichwortverzeichnis